Kuration zu „Out of the Dark“

Die Herausforderung war es ein Motiv zu erschaffen, das einen bislang in Deutschland nicht da gewesenen Fall zeitgeschichtlich erfasst und kritisch in Frage stellt. Auf keinen Fall verherrlichend oder glorifizierend, sondern vielmehr mahnend und zum Nachdenken anregend. Die Vorgaben waren also nicht ganz unkompliziert in der Umsetzung und haben durchaus mehrere Anläufe verlangt.
 
Das Thema Darknet und die damit verbundenen Gefahren und Risiken kritisch in den Vordergrund zu stellen und gleichzeitig auf Konsequenzen aufmerksam zu machen, mit der Hoffnung für das Thema Drogen, Identitätsraub zu sensibilisieren und zur Vorsicht im Umgang mit digitalen Medien zu warnen.
Der Titel „Out of the Dark“ wurde inspiriert durch den Song des Sängers Falco aus dem Jahr 1998 und soll zudem einen positiven Wandel unterstreichen, so lautet es in dem Song „Out of the Dark, into the Light“. Einen Weg für den sich auch Martin Frost alias „TheOne“ entschieden hat und von Anbeginn seiner Verhaftung in enger Kooperation mit den Behörden zur Aufklärung beigetragen hat.
 
Das Werk soll, zudem die Zerrissenheit visualisieren, zum anderen auch deutlich machen, dass am Ende Gefängnisgitter als Konsequenz das eigene „Ich“ sowie das Handeln bestimmen. Trotzdem soll es zeigen, dass auch im Dunkeln etwas Licht vorhanden sein kann, wenn man sein Handeln aufrichtig bedauert und sich den Konsequenzen stellt.
 
Kunst hat, wie das Darknet auch, mehrere Ebenen und Tiefen, die vielleicht auf den ersten Blick nicht erkennbar sind. Kunst hat nicht nur die Aufgabe zu erfreuen, sondern auch zu mahnen und ein Bewusstsein zu schaffen, kritisch zu sein und zum Nachdenken anzuregen.
„Out of the Dark“ soll Sinnbild für einen positiven Wandel sein, für den kritischen Umgang mit Geschehenem und das tiefe Bedauern zum Ausdruck bringen. 
Die Arbeit an dem Werk war in enger Absprache mit Martin Frost und ich konnte mich persönlich über die Aufrichtigkeit des Bedauerns überzeugen. Hier ist jemand extrem falsch abgebogen, hat viel Schmerz und Leid durch sein Handeln verursacht, was am Ende unentschuldbar ist. Aber diese Erfahrung zu nutzen, um Andere vor so gewaltigen Fehlern zu warnen und aufzuklären zeigt das aufrichtige Bedauern und auch dies muss bedacht werden.
 
Wir leben in einer digitalen Zeit, die sich streckenweise selbst überholt, um so wichtiger ist es auf die Gefahren hinzuweisen und ich hoffe sehr, dass durch das Werk „Out of the Dark“ ein Stück weit dazu beitragen zu können. Lasst Euch NICHT auf krumme Geschäfte ein, seid vorsichtig im Umgang mit digitalen Medien und Geld ist am Ende nicht alles, ganz im Gegenteil.
 

Martin Frost über die Zusammenarbeit:

David ist auf mich zugekommen und hat mir seine Hilfe bezüglich Print- und Mediendesign angeboten.  Wir haben uns schnell darauf geeinigt ein kritisches Motiv zu schaffen welches zum Nachdenken anregt und auch einen kritischen Charakter aufweist.

Wichtig war uns beiden hier, besonders dass das Motiv nicht glorifiziert oder beschönigt.

David habe ich als sehr selbstlosen Menschen empfunden, der mir bereitwillig seine Hilfe angeboten hat. Fachlich und künstlerisch arbeitet David auf einem hohen Niveau.

Er hat es sehr schnell geschafft ein passendes Motiv zu erstellen und ist dabei auch immer auf meine Wünsche und Anregungen eingegangen. Von David kam dann auch die Idee zu „Out of The Dark“. Dieser Satz beschreibt mein Leben sowie meine Motivation perfekt.

Die Zusammenarbeit mit David hat mir fachlich, künstlerisch aber vor allem auch menschlich sehr viel Spaß und Freude bereitet.

Martin Frost

Youtube - Jenke.Crime

Youtube - Martin Frost

Out of the Dark Tattoo

„Out of The Dark – Dieser Satz beschreibt mein Leben sowie meine Motivation perfekt.“

Martin „The One“ Frost (2021)

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